Gedanken über die Einsamkeit

Meine aktuellen Gefühle zwingen mich beinahe dazu, diesen Blog-Post zu schreiben...

 

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"Ist das nicht eigentlich kompletter Blödsinn?!"

Das habe ich mich oft gefragt. Ich meine, man ist inmitten von Leuten und fühlt sich einsam?! Wie geht das?!

Dabei gibt es so viele Menschen auf der Welt, die niemanden haben. Keine Eltern, keine Geschwister, keine Verwandtschaft, keine Freunde. Ich habe das alles und fühle mich trotzdem einsam. Für diesen Gedanken mag ich mich nicht. Ist es nicht undankbar gegenüber denen, die um einen herum sind? Weiß ich das so wenig zu schätzen?

Ich bin nicht so. Ich weiß, was ich an meiner Familie und an meinen Freunden habe und weiß das sehr wohl zu schätzen.

Aber es ist egal, ob ich alleine zuhause bin oder in der Klasse sitze: das Gefühl der Einsamkeit kann in beiden Fällen kommen. Ich weiß, dass es anderen auch so geht, aber ich komme mir bei diesem Gedanken so dermaßen albern vor...und traue mich deshalb oft nicht, anderen zu sagen, dass ich mich einsam fühle. Der Grund ist meine Angst vor der Unverständnis.

Manchmal glaube ich, dass andere meinen Gedanken und Gefühlen einfach nicht folgen können.

 

Ich habe dieses Gefühl in mir und ich kann es nicht ändern, aber gleichzeitig ist das solcher Blödsinn. Denn eigentlich muss man das auch trennen können: Alleinsein und Einsamkeit. Einsamkeit ist ein Gefühl und Alleinsein ist ein Zustand. Und allein bin ich ja nicht...nur dieses Gefühl ist halt da.

In manchen Momenten bin ich auch mal gerne allein, einfach, um Ruhe zu finden, meine Gedanken zu sortieren. Aber manchmal wird es mir dann auch wieder zu viel.

 

 

Quelle: www.faktastisch.tumblr.com
Quelle: www.faktastisch.tumblr.com

 

Der Grund für dieses Gefühl liegt in dem starken Wunsch nach Liebe und Zuneigung sowie Verständnis, für die, die ich bin. Der Verlust von ihm ist, so denke ich, ausschlaggebend.

 

 

Aber was tun?

 

Wirklich komplett weggehen wird es wohl nie. Aber Ablenkung ist in den meisten Fällen die beste Lösung. Bei mir ist das Musik hören, anderen wichtigen Projekten und Aufgaben widmen oder zeichnen. Zeichnen ist eigentlich am besten, denn da kann ich dieses Gefühl in das Bild legen.

Eine wichtige Sache habe ich letztens gelernt, als ich abends bei meiner Oma war.

Wir gucken abends zusammen immer ein Stück "Alles was zählt" (schlechter Geschmack, ich weiß!) und ich setz mich immer auf die Sessellehne zu ihr und nehme sie in den Arm.

Sie meinte folgendes zu mir:

 

'Ich muss dir mal was sagen.'

'Was denn?'

'Weißt du, wie gut es mir tut, wenn du mich in den Arm nimmst? Ich hab ja sonst niemanden...'

 

Obwohl meine Oma mit uns in einem Haus wohnt, fühlt auch sie sich manchmal einsam...

Ich denke, das zeigt mir, wie wichtig es ist, anderen Menschen Aufmerksamkeit zu schenken und für sie da zu sein. Und Tatsache: nachdem meine Oma mir das gesagt hatte, ging es mir ein bisschen besser.

 

Vielleicht füllt man die Einsamkeit, indem man für andere da ist...vielleicht beruhigt einen das Gefühl, wenigstens anderen aus diesem Gefühl geholfen zu haben.

Vielleicht...

 

 

 

Irgendwie kommt mir der Post hier ziemlich dämlich vor, aber okay, was solls...musste mal raus.