Spaßbremse?!

Ich bin langweilig.

Warum? Ich betrinke mich nicht am Wochenende. Ich besuche keine Clubs und feiere wild. Ich habe keine Erfahrungen mit Drogen gemacht. Typisch Spaßbremse!

 

Nun ja, dieser Blog-Post ist eigentlich immer aktuell und trifft nicht nur auf mich zu. Ich finde es einfach nur traurig, dass es offenbar heutzutage "einfach dazugehört" sich zu besaufen und sich einen wegzukiffen. WARUM? Diese Frage kann mir niemand beantworten. ._.

Ich habe es beobachtet: die meisten machen es mit, weil sie sonst  dieses "Spaßbremsen"-Image aufgedrückt bekommen würden. Davor haben viele Angst. Deshalb machen sie es mit. Ziemlich traurig, dass manche nicht das Rückgrat besitzen, "NEIN" zu sagen. Stattdessen machen sie diesen Sch*** mit und sind auch noch stolz drauf. Posten peinliche Fotos auf Facebook und freuen sich einen Ast, wenn sie Likes dafür bekommen.

Was geht hier eigentlich schief?

Das frage ich mich öfters. Kann man "Besaufen" als Hobby bezeichnen? ._.  Nicht wirklich, oder? Muss man sich denn zuschütten, um Spaß zu haben? Muss man Drogen nehmen, um "cool" zu sein? Um sich "leicht" zu fühlen? Ehrlich, Spaß kann man doch auch anders haben. Viele sagen ja: "Ich trinke nicht so viel." oder "Ich rauche bloß ab und zu ein bisschen Gras, ist doch nichts dabei." Was, wenn aus dem "Ab und zu" eine Gewohnheit wird? Man ist so schnell drin in dem Strudel der Sucht. Schneller als einem lieb ist.

 

Wir sind uns nicht bewusst, was man durch Alkohol-oder Drogenkonsum anrichten kann.

 

Folgenden Text schickten mir Freundinnen (danke an euch!):

"Ich ging zu einer Party, Mama, und dachte an deine Worte. Du hattest mich gebeten, nicht zu trinken, und so trank ich keinen Alkohol. Ich fühlte mich ganz stolz, Mama, genauso, wie du es vorhergesagt hattest. Ich habe vor dem Fahren nichts getrunken, Mama, auch wenn die anderen sich mokierten. Ich weiß, dass es richtig war, Mama, und dass du immer recht hast. Die Party geht langsam zu Ende, Mama, und alle fahren weg. Als ich in mein Auto stieg, wusste ich, dass ich heil nach Hause kommen würde: Aufgrund deiner Erziehung - so verantwortungsvoll und fein. Ich fuhr langsam an, Mama, und bog in die Straße ein. Aber der andere Fahrer sah mich nicht und sein Wagen traf mich mit voller Wucht. Als ich auf dem Bürgersteig lag, Mama, hörte ich den Polizisten sagen, der andere sei betrunken. Und nun bin ich diejenige die dafür büßen muss. Ich liege hier im Sterben, Mama, ach bitte, komm doch schnell. Wie konnte mir das passieren? Mein Leben zerplatzt wie ein Luftballon. Ringsherum ist alles voll Blut, Mama, das meiste ist von mir. Ich höre den Arzt sagen, dass es keine Hilfe mehr für mich gibt. Ich wollte dir nur sagen, Mama, ich schwöre es, ich habe wirklich nichts getrunken. Es waren die anderen, Mama, die haben einfach nicht nachgedacht. Er war vielleicht auf der gleichen Party wie ich, Mama. Der einzige Unterschied nur: Er hat getrunken, und ich werde sterben. Warum trinken die Menschen, Mama? Es kann das ganze Leben ruinieren. Ich habe jetzt starke Schmerzen, wie Messerstiche scharf. Der Mann, der mich angefahren hat, Mama, läuft herum und ich liege hier im Sterben. Er guckt nur dumm. Sag meinem Bruder, dass er nicht weinen soll, Mama. Und Papa soll tapfer sein. Und wenn ich dann im Himmel bin, Mama, schreibt "Papas Mädchen" auf meinen Grabstein. Jemand hätte es ihm sagen sollen, Mama, nicht trinken und dann fahren. Wenn man ihm das gesagt hätte, Mama, würde ich noch leben. Mein Atem wird kürzer, Mama, ich habe große Angst. Bitte, weine nicht um mich, Mama! Du warst immer da, wenn ich dich brauchte. Ich habe nur noch eine letzte Frage, Mama, bevor ich von hier fortgehe: Ich habe vor dem Fahren nicht getrunken, warum bin ich diejenige, die sterben muss?" Anmerkung: Dieser Text in Gedichtsform war an der Springfield High School im Umlauf, nachdem eine Woche zuvor zwei Studenten bei einem Autounfall getötet wurden. Unter dem Gedicht stand folgende Bitte: Jemand hat sich die Mühe gemacht, dieses Gedicht zu schreiben. Gib es bitte an so viele Menschen wie möglich weiter. Wir wollen versuchen, es in der ganzen Welt zu verbreiten. Damit die Leute endlich begreifen, worum es geht!

 

Vielleicht begreift man jetzt, worum es mir in dem Blog-Post geht. Ich möchte keine endlos langen Erklärungen schreiben. Nur so viel: Ich habe nichts dagegen, wenn man mal was trinkt. Aber man sollte seine Grenzen kennen. Über seine Grenzen zu gehen, führt nie zu etwas Gutem. Und zu Drogen sage ich generell "Nein", weil sie uns schaden.

Ich hoffe einfach bloß, dass sich niemand dazu verleiten lässt, Dinge zu tun, die man eigentlich nicht will. Nur um "cool" zu sein. Selbst wenn andere einen als "Spaßbremse" bezeichnen - ICH brauche keinen Alkohol und keine Drogen, um Spaß zu haben!


 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 5
  • #1

    *sophiechen* (Mittwoch, 06 Februar 2013 23:09)

    Ich gebe dir vollkommen recht!
    Ich trinke ab und zu mal ein wenig, doch dabei bleibt es dann auch. Ich halte absolut nichts von Leuten, die sich damit brüsten in der letzten Nacht völlig zu gewesen zu sein und sich an nichts mehr erinnern können.
    Was bringt es, sich zu besaufen? Am nächsten Tag kann man sich an den Abend nicht mehr erinnern und hat obendrein noch Kopfschmerzen...für mich unbegreiflich...
    gglg sophiechen :)

  • #2

    lies-dich-rein (Sonntag, 10 Februar 2013 21:10)

    wer hatts dir noch geschickt?
    gglg uuups jetzt wollt eich erin schreiben xD
    gglg vivi!

  • #3

    Blondie (Montag, 11 Februar 2013 14:36)

    Ja also ich bin ja jetz nich soooo der alki und raucher fan aber ein kleines bierchen kann man sich doch schon mal gönnen. ;D
    Ich hasse drogen!! die machen einem nur das leben kaputt!! :O
    gglg Blondie

  • #4

    Nirvana (Donnerstag, 28 Februar 2013 22:44)

    Alkohol ist eine Sache, auf die man verzichten kann. Das Rauchen ist in unserer Gesellschaft verbreitet und bietet Möglichkeiten Dinge besser und beruhigter zu verarbeiten.
    Das Kiffen ist bei uns ebenfalls in der Gesellschaft vorhanden, auch wenn man es nicht gerade gern sieht, was voll und ganz zu Verstehen erscheint.
    Doch für die Leute, die abhängig von einem der genannten Dinge sind, machen das häufig aus bestimmten Gründen, welche den Wissenshorizont der Außenstehenden nicht erfassen (müssen).
    Die Meisten wissen, was mit ihnen passiert, aber sie wissen auch, dass sie damit verdrängen,.. Dass sie damit "glücklich" sind..
    Und der Anteil, Dinge zu verdrängen ist für sie wichtiger, als ihr Wohlbefinden. Dieser Kommentar soll keinesfalls negativ zu dem Blog-Eintrag sein, denn es ist gut geschrieben aus der Sicht des normalen Menschen (Jedem seine Ansicht).
    Ich bin neutral zu Allem, ich akzeptiere die Lebensstile aller Menschen, denn man kann es nicht verhindern und macht sich unnötig Probleme, wenn man sich gegen sie stellt.
    Die heutige Zeit ist und bleibt ein Fortschritt, denn zu Zeiten der Hippie-Bewegung war jeder Dritte Deutsche abhängig von Irgendetwas (Eure Eltern würden euch NIENALS freiwillig verraten, dass auch sie manchmal etwas eingeschmissen haben).
    Aber es geht hier um's Prinzip,
    denn man muss nicht Alles verstehen.. In diesem Sinne:
    "Don't hate, what you don't understand" - Charles Darwin.
    Good night, everyone. ;)

  • #5

    featmyself (Freitag, 24 Mai 2013 19:42)

    Hey du!
    Ich weiß genau, was du meinst - ehrlich gesagt geht es mir meistens genauso. Nur bin ich eben bloß die Spaßbremser-Freundin derjenigen, die den ganzen Kram mitmachen, daher werde ich wenigstens nicht von diesen Hipstern dafür fertiggemacht..
    Aber du hast recht.
    Rückgrat macht sich echt selten in unserer Gesellschaft.
    Love, Hugs & Harmony ♥:)
    Maggie